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Freiwillige erzählen

Freiwilligendienst Blindenschule

Wieso hast du dich für einen Freiwilligendienst entschieden?
Ich hatte einige Praktika in anderen Bereichen versucht nach meinem Abi, aber nichts Richtiges gefunden – eigentlich war der BFD zur Überbrückung gedacht.


Wie bist du auf die AWO Rhein-Neckar gekommen?
Da die AWO zu dem Zeitpunkt noch bei mir im Nachbarort ansässig war, hat sich das angeboten.


In welchem Bereich warst du eingesetzt und was waren deine Aufgaben dort?
Ich war als Assistenz für eine blinde Lehrerin an der Schlossschule für Blinde und Sehbehinderte in Ilvesheim eingeteilt. Dort war ich beim Unterricht dabei, habe bei Klausuren Aufsicht geführt und Unterrichtsmaterialen gescannt und vorbereitet. Außerdem sind wir einmal die Woche zu Integralschülern in andere Schulen gefahren. Zwischendurch half ich auch in der Astrid-Lindgren-Schule in Ladenburg bei einem Kind mit Down-Syndrom aus; dabei ging es hauptsächlich um die Beschäftigung im Unterricht und in den Pausen.


Welche Erfahrungen konntest du bis jetzt sammeln?
Im Großen und Ganzen waren die Erfahrungen vor allem an der Blindenschule durchweg positiv, abgesehen davon, dass die allgemeine Integration und Inklusion sowohl politisch als auch finanziell zu wenig unterstützt wird. Ich durfte Einblicke in das Leben blinder und auch mehrfach behinderter Menschen gewinnen, was sehr interessant war.


Hat dich der Freiwilligendienst bis jetzt persönlich weitergebracht?
Abgesehen davon, dass ich vermutlich geduldiger geworden bin, habe ich in meiner ehemaligen Klientin auch durchaus eine Freundin gefunden, da wir uns von Anfang an super verstanden haben.


Würdest du anderen jungen Menschen einen Freiwilligendienst empfehlen?
Ich würde jedem einen Freiwilligendienst empfehlen – man hat die Möglichkeit, in diverse Berufe oder Institutionen reinzuschnuppern und für sich festzustellen, ob die Arbeit mit Behinderten, Alten oder Kindern für einen selbst das Richtige ist.

Freiwilligendienst Schulassistenz

Nils sitzt entspannt unter einem Baum vor der Grundschule in Heidelberg-Rohrbach. Vor fast einem Jahr hat er hier sein Freiwilliges Soziales Jahr als Schulbegleiter des körperbehinderten Nico begonnen. Jetzt kann er auf einige Monate reichhaltiger Erfahrungen und Begegnungen zurückblicken. Nach seinem Realschulabschluss beschloss der 19-Jährige ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der AWO Rhein-Neckar anzutreten. Als so genannter Integrationshelfer steht er einem acht-jährigen körperbehindertem Jungen im Schulalltag unterstützend zur Seite. „Am Anfang wusste ich nicht genau wie ich mich verhalten sollte“, erzählt Nils. Nun hat er gelernt wie man behinderten Menschen am besten begegnet und sie unterstützen kann. „Dies kommt mir nicht nur in der Arbeit zugute.“Auch in seiner Freizeit hat der junge Mann den Jungen schon einige Male besucht. So war er auch beim Rollstuhlsport dabei. „Wenn man selbst im Rollstuhl sitzt, nimmt man alles anders wahr.“ Nicht nur dieser Perspektivwechsel verhalf Nils das Leben benachteiligter Personen besser verstehen zu können. In den letzten Monaten haben sich die beiden sehr gut kennen gelernt. Auch für die anderen 21 Kinder der Klasse ist Nils zu einem Freund und Ansprechpartner für Probleme geworden. Regelmäßig hält er Rücksprachen mit der Lehrerin und mit den Eltern.

Wie jeder Freiwillige bei der AWO besucht Nico vier Seminarwochen. Auf diesen werden soziale, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen vermittelt. Aus ganz Baden-Württemberg kommen junge Menschen zusammen und tauschen ihre Erfahrungen aus. „Dies vermittelt zahlreiche Einblicke in andere soziale Tätigkeitsbereichen und bereitet mich auf problematische Situationen vor“, erzählt Nils. Vor kurzem kam er von seinem Wahlseminar aus Köln zurück. „Wir haben die Stadt angesehen, verschiedene Einrichtungen besucht und hatten viel Spaß zusammen.“ Schon vor seinem FSJ überlegte Nils eine Ausbildung zum Physiotherapeut zu machen. Die Fortschritte, die er beim Gehen des Jungen ausmachen kann, erfreuen ihn sehr und bestärken ihn in seinen Zukunftsplänen. Da ihm das letzte Jahr so gut gefiel, will er aber vorerst noch ein zweites Jahr bei der AWO arbeiten. Einen solchen Freiwilligendienst kann Nils allen empfehlen – auch Leuten, die später mal nicht im sozialen Bereich arbeiten wollen: „Man lernt sehr viel fürs Leben.“

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Ich habe mich für einen Freiwilligendienst entschieden, weil ich nach der Schulzeit erst einmal eine andere Erfahrung machen wollte. Ein Werbeplakat am Anne-Frank-Kindergarten in Ladenburg hat mich auf die AWO Rhein-Neckar aufmerksam gemacht. Ich wurde als Schulbegleiterin für ein behindertes Kind eingesetzt. Ich habe dort auf das Kind aufgepasst, ihn zur Toilette begleitet, beim Spielen geschaut, dass nichts passiert, im Unterricht geholfen, wenn etwas unklar war. Habe die Gebärdensprache gelernt, viele tolle Erlebnisse mit den Kindern gehabt und Kinder geben viel zurück.
Der Freiwilligendienst hat mich persönlich sehr weitergebracht, da es mein Wunsch ist Lehrerin zu werden und ich dadurch in meinem Berufswunsch nur bestärkt wurde. Auf jeden Fall ist der Freiwilligendienst eine Erfahrung wert. Ich kann es also nur jedem ans Herz legen, sich für einen Freiwilligendienst zu entscheiden.

Freiwilligendienst Kinderkrippe:  

”Nach dreizehn Jahren Schule war es für mich an der Zeit, einmal etwas anderes zu machen außer still da zu sitzen, stundenlang zuzuhören und zu lernen.”
Ich wollte endlich selbst aktiv werden - mich für andere einsetzen und währenddessen die Arbeitswelt kennenlernen und neue Erfahrungen sammeln.  Die perfekte Möglichkeit, um all diesen Zielen näher zu kommen, bot mir die AWO Rhein-Neckar. Ich wurde durch eine Internet-Annonce auf die Arbeit im Freiwilligendienst aufmerksam und entschied mich dazu, ein FSJ in einer Kinderkrippe zu leisten.
Der Aufgabenbereich, der mich dort erwartete, gefiel mir sofort aufgrund seiner Vielfältigkeit. So war ich nicht nur zusammen mit einer Vollzeitkraft für die Betreuung von zehn Kleinkindern im Rahmen einer Spielgruppe zuständig, sondern half bei der Vorbereitung und Durchführung von Bastel- und Bewegungsangeboten, durfte an Elterngesprächen, Planungstagen und Fortbildungen teilnehmen und übernahm zahlreiche Haushaltstätigkeiten, die im Krippenalltag anfielen.
Mir wurde währenddessen viel Verantwortung übertragen; die perfekten Rahmenbedingungen schufen dabei der Respekt, das Vertrauen, die Hilfsbereitschaft und das gute Arbeitsklima, welches mir von den Kollegen über den kompletten Zeitraum hinweg entgegengebracht wurde.  So war es mir möglich, eine Menge für das spätere Arbeitsleben zu lernen, die Arbeit als Erzieher zu erproben, meine Fähigkeiten im Umgang mit den Kindern und der Zusammenarbeit mit den Eltern zu verbessern, mich in Teamarbeit zu üben und meine Sozialkompetenzen zu erweitern.
Auf den, den Freiwilligendienst begleitenden themenbezogenen Seminaren konnte ich viel über die anderen Aufgabenfelder in der sozialen Arbeit lernen, mich mit Gleichaltrigen über unsere Erfahrungen austauschen und Kontakte knüpfen. Bei Fragen und Problemen hatte ich immer einen Ansprechpartner, der mir unterstützend zur Seite stand und mit mir gemeinsam Lösungen erarbeitete.
Über das FSJ hinweg konnte meine Persönlichkeit an all den Erfahrungen wachsen und ich habe so viel für mein weiteres Leben gelernt, dass ich es nur jedem empfehlen kann, sich für einen Freiwilligendienst bei der AWO zu entscheiden.

Freiwilligendienst Sozialpsychiatrie

Wieso hast du dich für den Freiwilligendienst entschieden?
Ich hatte schon den Zivildienst bei der AWO geleistet und hatte großen Spaß daran mit psychisch-kranken Menschen zu arbeiten.

Wie bist du auf die AWO Rhein-Neckar gekommen?
Durch Freunde die dort schon einen Zivildienst geleistet hatten.

In welchem Bereich warst du eingesetzt und was waren deine Aufgaben dort?
Ich war im Therapeutischen Wohnheim eingesetzt. Meine Aufgaben waren: Betreuung von Wohnheimbewohnern in der Wohngruppe und bei Freizeitangeboten, Fahr- und Begleitdienste zu Ärzten usw., Unterstützung bei der Haushaltsführung, Begleitung bei Einkäufen und Kinobesuchen, Bewohnerumzüge in andere Wohngruppe organisieren und durchführen.

Welche Erfahrungen konntest du bis jetzt sammeln?
Ich konnte Erfahrungen im Bereich der Sozialen Arbeit sowie im Umgang mit psychisch kranken Menschen sammeln.

Hat dich der Freiwilligendienst bis jetzt persönlich weitergebracht?
Ich finde schon, da er mich sensibler gemacht hat für solche Erkrankungen und im Umgang mit betroffenen Menschen, außerdem hat er mir in meiner weiteren Berufswahl geholfen.

Würdest du anderen jungen Menschen einen Freiwilligendienst empfehlen?
Ja unbedingt, da es Erfahrungen sind die einem im Leben weiter helfen und ich finde dass jeder sich einmal im Leben sozial engagieren sollte.

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