F Freiwilligendienste

Jeder Freiwilligendienst ist einzigartig! Die AWO Rhein-Neckar bietet mit interessanten Einsatzstellen und einer individuellen Betreuung reizvolle und interessante Aufgaben.

Ob es um das Überbrücken der Zeit zwischen Schule und Studium/Ausbildung, das Klarwerden über den späteren Beruf oder einfach Interesse an der Arbeit im sozialen Bereich geht – bei uns ist für jeden etwas dabei. Träger des Freiwilligendienstes ist die AWO Baden, die für uns auch die Seminare organisiert.

Voraussetzungen:

Grundsätzlich stehen die Freiwilligendienste allen offen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. In einigen Einsatzbereichen beträgt das Mindestalter 18 Jahre, teilweise wird ein Führerschein benötigt (Sozialpsychiatrie).

Konditionen und Leistungen

Für Ihren Einsatz im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst erhaltet Ihr:

  • ein monatliches Taschengeld und gegebenenfalls zusätzliche Leistungen 
  • alle Sozialversicherungsleistungen (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) 
  • 27 Urlaubstage (bei 12 Monaten) 
  • die Weiterzahlung von Kindergeld
  • Bildungstage und Seminare 
  • viele Pluspunkte für den Lebenslauf 
  • eine sinnvolle Tätigkeit zur Überbrückung von Wartesemestern 
  • gegebenenfalls die Anerkennung als Praktikum für eine spätere Ausbildung/Studium
  • Einblick in mögliche spätere Berufsfelder

Seminare während des Freiwilligendienstes

Freiwilligendienste bringen neue und intensive Erfahrungen. Fragen stellen sich und Begegnungen verändern gewohnte Sichtweisen. Das macht neugierig auf den Austausch mit anderen.

An insgesamt 25 Seminartagen im Jahr verteilt auf Wochenblöcke und Einzelseminare, kommt eine Gruppe von Freiwilligen aus dem Einzugsgebiet der AWO Baden zusammen, um sich mit spannenden Themen auseinander zu setzen. Die Zusammensetzung der Gruppen bleibt während der ganzen Zeit gleich. Neben den Bildungsinhalten bleibt genügend Zeit für gemeinsame Freizeit und eine Menge Spaß.
Die Kosten hierfür übernimmt die Einsatzstelle.

 



Unsere Einsatzbereiche

Schulbegleitungen und Arbeitsassistenzen

Als Freiwillige in der Schulbegleitung und Arbeitsassistenz begleitet ihr Kinder mit z.B. Down-Syndrom, Entwicklungsverzögerungen oder körperlichen Beeinträchtigungen, im Unterricht oder bei Freizeitaktivitäten. Bei der Arbeitsassistenz unterstützt ihr Lehrerinnen an einer Blinden- und Sehbehinderten Schule bei ihren Tätigkeiten.

Die Einsatzorte sind Regel- und Förderschulen u.a. Heidelberg, Ilvesheim, Ladenburg. Ihr seid i.d.R. bei einem Kind eingesetzt, das im Schulalltag und in der Schule Orientierung benötigt. Integration in die Klassengemeinschaft ist eine wichtige Aufgabe, denn nur dann kann das gemeinsame Lernen auch funktionieren. Ihr seid Mittler ohne im Mittelpunkt zu stehen. Es ist auch immer wieder ein Zurücknehmen, schließlich geht es um Assistenz und nicht darum den Kindern alles abzunehmen.

Es ist eine anspruchsvolle Arbeit, Schule aus einer anderen Sicht sozusagen – aber für viele auch Vorbereitung auf Ausbildung oder Studium im Sozialen Bereich. So profitieren Freiwillige und Kinder voneinander.

Kinderkrippen

Bei der Arbeit in der Kinderkrippe, mit Kindern zwischen einem halben und drei Jahren, lernt ihr die Entwicklung von Kleinkindern kennen. Ihr entwickelt ein Gespür für deren Interessen und Bedürfnisse, übernehmt Verantwortung für das Wohlbefinden der Kinder und erfahrt Euch als bedeutsame Bezugsperson für die Kleinen. Auch bei der Gestaltung des Tagesablaufes der Kinder, bei pädagogischen Angeboten und Projekten, sowie bei Festen und Veranstaltungen mit und für die Eltern wirkt ihr aktiv mit und könnt eure Erfahrungen einbringen.

Zu den täglichen Aufgaben in diesem Arbeitsbereich gehört es z.B. Erziehungspartner für die Kinder zu sein, Essens- und Schlafenszeiten zu begleiten, Regeln und Rituale im Tagesablauf zu gestalten und umzusetzen, hauswirtschaftliche und pflegerische Tätigkeiten zu übernehmen, Kinder bei ihren täglichen Herausforderungen zu begleiten und zu unterstützen, sowie den Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Die Mitarbeiterinnen der einzelnen Kinderkrippen arbeiten als Team intensiv zusammen. Als FSJ/ BFD bist du ein wichtiger Teil dieses Teams und bekommst Gelegenheit, deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und deine Interessen und Fähigkeiten in diesem Berufsfeld genauer zu prüfen.

Tagespflege für Senioren

Am Schillerplatz (OEG-Bahnhof) in Schriesheim werden ab August 2014 15 Tagespflegeplätze für Senioren geschaffen. Zuhause wohnen und tagsüber gut versorgt, das ist unser Angebot für die Senioren aber auch für die Familien. Das Team der Tagespflege besteht aus Pflegefachkräften und geschulten Helfern und bietet jeden Werktag ein strukturiertes und ansprechendes Programm mit Beschäftigung, Mahlzeiten, Ruhemöglichkeit und gemeinsamen Aktivitäten. Als Freiwilliger bist Du Teil des Teams und unterstützt bei allen Angeboten. Gerne darfst Du Deine eigenen Fähigkeiten im kreativen oder musischen Bereich in die tägliche Arbeit miteinbringen.

Sozialpsychiatrie (Therapeutisches Wohnheim, Ambulant/Intensiv Ambulant Betreutes Wohnen, Beschäftigungsprojekt, Tagesstätte und Arbeitstherapeutische Werkstatt)

Als Freiwillige in den Abteilungen der Sozialpsychiatrie unterstützt und begleitet ihr psychisch kranke erwachsene Menschen in Ihrem Wohnbereich und bei der Umsetzung ihrer Tagesstruktur, hierbei arbeitet ihr eng mit den hauptamtlichen Kollegen und Kolleginnen zusammen. Die Einsatzorte sind Wohngruppen des Therapeutischen Wohnheimes, Einzelwohnungen und Wohngruppen des Ambulant und Intensiv Ambulant Betreuten Wohnens, sowie das Beschäftigungsprojekt, die Tagesstätte und die Arbeitstherapeutische Werkstatt.

Zu den Aufgaben gehören z.B. Unterstützung der Klienten in allen lebenspraktischen Dingen der Haushaltsführung, Begleitung bei Arztterminen und Einkäufen, Teilnahme/ Durchführung an/ von Gruppenangeboten, Fahrdienste, Mitarbeit in Küche und Bistro, gemeinsame Freizeitaktivitäten, Teilnahme an Teamsitzungen. Als Freiwillige des FSJ/ BFD seid ihr ein wichtiger Teil unserer Teams, eure Tätigkeit fördert eigentverantwortliches Handeln, trägt zur Weiterentwicklung eurer Persönlichkeit und Stärkung sozialer Kompetenz bei, und ist eine gute Vorbereitung auf ein Studium und/ oder eine Tätigkeit im sozialen Bereich.

AWO Kreisverband Rhein-Neckar e.V.

Kornelius Zenkert

Koordinator FSJ/ BFD

Burggasse 23
69469 Weinheim

Tel.: 06201 4853-412
Fax: 06201 4853-499
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AWO Kreisverband Rhein-Neckar e.V.

Anja Hammermeister

Koordinatorin FSJ/ BFD

Burggasse 23
69469 Weinheim

Tel.: 06201 4853-327
Fax: 06201 4853-499
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Bewerbung ist jederzeit möglich.

Einstellungen erfolgen zum 1.8. oder 1.9., manchmal auch nach Absprache oder Bedarf zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt.

Für die Bewerbung benötigen wir neben dem ausgefüllten Personalbogen noch einen Lebenslauf, ein aktuelles Passfoto, eine Kopie des letzten Zeugnisses und ein Anschreiben, in dem Du zum einen den gewünschten Einsatzbereich angibst und Deine Motivation für den Freiwilligendienst beschreibst.

Wir freuen uns auf Dich!

Freiwillige erzählen

Freiwilligendienst in einer Blindenschule

Wieso hast du dich für einen Freiwilligendienst entschieden?

Ich hatte einige Praktika in anderen Bereichen versucht nach meinem Abi, aber nichts Richtiges gefunden – eigentlich war der BFD zur Überbrückung gedacht.

Wie bist du auf die AWO Rhein-Neckar gekommen?

Da die AWO zu dem Zeitpunkt noch bei mir im Nachbarort ansässig war, hat sich das angeboten.

In welchem Bereich warst du eingesetzt und was waren deine Aufgaben dort?

Ich war als Assistenz für eine blinde Lehrerin an der Schlossschule für Blinde und Sehbehinderte in Ilvesheim eingeteilt. Dort war ich beim Unterricht dabei, habe bei Klausuren Aufsicht geführt und Unterrichtsmaterialen gescannt und vorbereitet. Außerdem sind wir einmal die Woche zu Integralschülern in andere Schulen gefahren. Zwischendurch half ich auch in der Astrid-Lindgren-Schule in Ladenburg bei einem Kind mit Down-Syndrom aus; dabei ging es hauptsächlich um die Beschäftigung im Unterricht und in den Pausen.

Welche Erfahrungen konntest du bis jetzt sammeln?

Im Großen und Ganzen waren die Erfahrungen vor allem an der Blindenschule durchweg positiv, abgesehen davon, dass die allgemeine Integration und Inklusion sowohl politisch als auch finanziell zu wenig unterstützt wird. Ich durfte Einblicke in das Leben blinder und auch mehrfach behinderter Menschen gewinnen, was sehr interessant war.

Hat dich der Freiwilligendienst bis jetzt persönlich weitergebracht?

Abgesehen davon, dass ich vermutlich geduldiger geworden bin, habe ich in meiner ehemaligen Klientin auch durchaus eine Freundin gefunden, da wir uns von Anfang an super verstanden haben.

Würdest du anderen jungen Menschen einen Freiwilligendienst empfehlen?

Ich würde jedem einen Freiwilligendienst empfehlen – man hat die Möglichkeit, in diverse Berufe oder Institutionen reinzuschnuppern und für sich festzustellen, ob die Arbeit mit Behinderten, Alten oder Kindern für einen selbst das Richtige ist.

Freiwilligendienst Schulassistenz
Freiwilligendienst in einer Kinderkrippe
Freiwilligendienst Schulassistenz Gehörlosenschule
Freiwilligendienst in der Sozialpsychiatrie

AWO Kreisverband Rhein-Neckar e.V.
Burggasse 23
69469 Weinheim

Telefon: 06201 - 48 53 0
Fax: 06201 - 48 53 49 9

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